Archiv für die Kategorie ‘Splitter meiner Seele.’

Da nun einmal wieder alles anders ist, ich die letzte Nacht nicht schlafen konnte [trotz Tablette], immer und immer wieder wach lag, mit Susi irgendwie nicht gut Kirschen essen ist, weil ich wie ich eben so bin, die Wahrheit sage, und selten ein Märchen erfinde [ausser es muss wirklich sein], habe ich mich eben an meinen „geliebten“ Wochenend-Putz“, welcher ganz im Sinne des kommenden Frühlings steht, gemacht.

Aufgeräumt, Staub gewischt, gefegt, Wäsche gewaschen, in den Trockner gesteckt, Geschirr abgewaschen, Essen gekocht, Bett abgezogen und neubezogen, einen Öffner für meine Flaschen organisiert, und viele andere Kleinigkeiten. Nun muss ich nur noch eine Waschmaschine anstellen, die ganze Wäsche zusammen legen und in den Schrank legen, und dann bin ich wohl damit auch durch.

Nebenbei höre ich mal wieder die CD von Kokowääh. Gedanken kreisen dabei, aber es ändert sich nichts. Ich denke die ganze Zeit darüber nach, wie wird wohl mein Leben weiter gehen, was mich wohl psychisch absolut unter Druck setzt. Es gibt vermutlich kein weiter, und genau diese Gedanken machen mir Angst. Gleich neben an ist die Pegnitz. Diese Gedanken sind so furchteinflössend, dass ich es nicht wage diese auszuschreiben. Es ist vermutlich genau so, wie mit den Zügen, jeder könnte mein letzter sein. Gedanken in diese Richtung habe ich schon lange, sehr lange. Ich meine, wozu soll ich weiter ertragen, was sich nicht mehr ertragen lässt? Und wäre ich nicht so ein Gott verdammter Feigling, würde man mich vielleicht schon lange im Herzen tragen und respektvoll behandeln, an einem Ort, der nur für mich erschaffen wurde. Komisch, dass man den meisten Menschen erst dann was wert ist, wenn man nicht mehr unter den Lebenden ist. All diese Gedanken füllen mich mit Trauer, mit Traurigkeit…

…und dann denke ich wieder, wieso wieso wieso. Was hab ich falsch gemacht in diesem Gott verdammten Leben? Wieso wurde ich gezwungen hier zu sein? Und wieso hat mir keiner eine Chance gegeben, schon von Anbeginn. Wieso lief mein Leben so ab wie es lief, voller Demut und Schmerz?

Wenn man als ungeliebtes Kind in die Welt entlassen wird, genau mit dem Tag der Geburt, wird man irgendwann wissen, auch wenn kein Wort darüber gesprochen wurde, dass man eben nicht zu den Geliebten – besonders liebenswerten Geschöpfen dieser Erde gehört. Man wird fühlen was man ist, was man bedeutet, das man belastet. Das kein Platz für einen reicht, dass keine noch so erfürchtige Demut jemals ausreichen kann, um etwas zu bedeuten.

Benutzt und weggeschmissen, wieder und wieder, und jedes Mal erneut ein kleiner Tod – ein grosser Tod der Seele selbst. Manchmal frage ich mich, wie konnte ich all dieser Pain nur ertragen? Überleben? Wie hat es mein Körper geschafft diese Schmach zu kompensieren?
Wenn ich das Bild vor Augen habe, wie ich winselnd, schreiend in den Klauen dieser Arschlöcher verzweifelt versuche zu überleben , frage ich mich „wozu“?! Lebenswert ist wirklich anders. Und dann wird immer wieder das Unmögliche verlangt – sei glücklich, sei fröhlich, sei dankbar. Aber wie? Wozu? Weshalb? Der sicherste Ort ist das Kellerverließ meiner Seele. *seufz*

Advertisements

gefühl_los.

Veröffentlicht: 18. März 2011 in Splitter meiner Seele.
Schlagwörter:, , ,

Ich frage mich schon lange, wieso sind die Menschen dieser Zeit nicht mehr in der Lage zu fühlen? Oder sind sie es, und sie können es nur nicht zeigen? Oder wollen sie es gar nicht? Warum ist zwischen Worten und Taten soviel Spielraum?

Gefühle sind etwas, was man nicht sieht. Der Körper kann zwar mit Reaktionen wie einem Lächeln kommentieren was in dem Menschen gerade passiert ist, wenn es denn positiv war, genauso gut geht dies bei einer Reaktion durch Wut/Ärger. Oder geht das vielleicht gerade noch besser? Viele Menschen, so scheint es mir wollen einfach nicht die Gefahr eingehen verletzt zu werden, also veletzten sie sich unbewusst selbst, in dem sie sich vor neuen Sachen einfach verwehren.

Das Thema Gefühle ist für mich ein sehr grosses und wichtiges Thema. Gerade weil sich um mich herum Menschen befinden, denen es unendlich schwer fällt diese zu zeigen, zu benennen, oder gar stabil zu halten. Zu diesen Menschen gehöre ich sichtlich auch, auch wenn es weh tut sich das einzugestehen. Wenn ich mich dann aber einmal durchgerungen habe meine Gefühle preis zu geben, sind diese die ehrlichsten die man wohl bekommen kann, tief und innig, vielleicht zu tief, zu innig, zu intensiv, zu explosiv.

Immer wieder höre ich den Satz „entweder man liebt mich oder man hasst mich“, und genau so empfinde ich es auch. Habe ich einmal einen Menschen in meinen Bann gezogen, scheint er so fasziniert zu sein, dass er alles um sich herum vergisst. Mir am liebsten den Himmel auf Erden bereiten möchte. Mich auf Händen trägt.
Aber merkt man, dass an diesem zauberhaften Wesen auch Fehler sind, wertet man mich gnadenlos ab, und ich bin zu shwierig, und wer will sich dieser Schwierigkeit schon noch hingeben? Die meisten Menschen, auch wenn sie nicht Menschen „meiner Sorte“ sind, haben doch genug mit sich selbst zutun. Es scheint nur normal zu sein, dass irgendwann die Lust und Kraft verschwindet soviel zu geben, denn wir scheinen wie Blutsauger von einem anderen Stern zu sein.
Wenn man mich nicht mag, wertet man mich ohnehin ab, man diskrimiert mich, zeigt mir das ich nichts wert bin, was dann natürlich wie ein Lauffeuer auf mich überspringt, und ich helf dann noch ein bisschen nach.

Lieber verletzte ich mich selbst, als das mich ein anderer Mensch so dermaßen verletzt.