Archiv für die Kategorie ‘Inside myself.’

Der 2. Besuch [, oder das Drama!]

Veröffentlicht: 26. März 2011 in Inside myself., myLife.

Am Freitag morgen 10.29Uhr sollte mein Zug in Nürnberg starten. Die Nacht zuvor konnte ich kein Auge zumachen, daher habe ich die ganze Nacht in Facebook verbracht. Ich schrieb Nachrichten mit F. und C. hin und her, und wir schrieben auf den Pinwänden noch rum. Gegen 7Uhr bin ich dann duschen gegangen, hab mir nen Tee gemacht, und dann kam auch bald Susi. Sie hat mir noch die Füsse massiert, dann haben wir noch den Rest im Zimmer aufgeräumt, und kurz nach 9Uhr sind wir dann zum Bus Richtung Hauptbahnhof. Der Bus kam recht schnell, und dann fing mein Herz an wie wild zu schlagen.
Eigentlich wollte Sven sich schon längst gemeldet haben, aber bisher gab es in meinem Handy keine neue Nachricht von ihm.
Gegen 9.30Uhr waren wir am Hauptbahnhof, es war also noch genug Zeit um noch einmal in den Müller zu gehen. Dort hat mir Susi noch ein wenig Verpflegung für die Fahrt geholt, und kurz nach 10Uhr sind wir dann so langsam zum Gleis Nr.7 gegangen, um auf den Zug zu warten. Ca. 10.10Uhr rollte dann auch schon der ICE Richtung Hannover/Hamburg im Bahnhof ein. Susi brachte mich zu meinem gebuchten Platz, und ich stellte dort meine Sachen ab. Bin dann mit ihr nochmal zur Tür gegangen, und ca. 5 Minuten vor Abfahrt wollte ich eigentlich schon auf meinen Sitzplatz, aber daraus wurde nix, weil mich Susi so nicht mehr sehen konnte. So ging ich nochmal zu ihr, und wir witzelten noch über Sachen aus der Vergangenheit rum, bis der Zug die Türen schloss und sich langsam in Bewegung setzte.
In genau diesem Moment breitete sich innerlich eine riesige Panik aus. Von Sven noch immer keine Spur, und mein Herz schlug weiter unaufhörlich schnell. Bleiben war nun Geschichte, denn der Zug fuhr bereits, ich hatte keine Wahl mehr. Susi schrieb während der gesamten Fahrt mit mir. Sie versuchte mich zu beruhigen, was ihr leider nicht gelang. Ich teilte ihr immer mit wo ich bin, und bei jedem neuen Halt stieg meine Panik ein Stück höher. Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf, ich schwankte bereits zwischen Wut und Panik. Ich wusste nicht was los war, hab ich doch bisher gedacht, der Mann, der mich so sehr liebt, würde mich niemals einfach so sitzen lassen. Weit gefehlt, welch Irrglaube. In mir war eine Achterbahn aus Gefühlen, und ich wusste nicht was ich zuerst denken sollte, und als ich dann pünktlich in Braunschweig 13.58Uhr aus dem Zug stieg, war ich zuerst die Ruhe selbst. Ich lief in Richtung Service-Point und hielt Ausschau ob ich Sven irgendwie erblicken würde, aber Sven war nirgends zu sehen. Ich riss mich zusammen, wählte seine Nummer (ich hasse telefonieren) – es klingelte. Nach kurzer Zeit hatte ich Sven auch am Hörer, aber meine Ruhe war wie weggeblasen. Ich fragte ihn wo er denn sei, und er sagte „ich bin GLEICH!!! da“. Eine glatte Lüge. Nach weiteren 5 Minuten klingelte mein Handy, Sven war dran. Er stotterte die Worte „also genau genommen hab ich verschlafen, und ich bin noch zu Hause in den Hörer“. Ich hätte ihm am liebsten direkt eine geklatscht, aber das ging ja nicht. Ich sagte ihm direkt, dass er sich auf was gefasst machen könne, und dass ich das überhaupt nicht witzig finde. Er schlug vor, dass er mit dem Taxi kommt, aber dann hätte ich ebenfalls noch ewig warten müssen, da es in Hornburg leider keine Taxis gibt. Ich schlug dann vor, dass ich direkt nach Wolfenbüttel fahren würde, um dort auf ihn warten. Mittlerweile hatte er es dann auch mal geschafft mir eine SMS zu schicken. Ich war recht fix in WF, so musste ich dort dann noch eine dreiviertel Stunde auf ihn warten. Wäre er gleich los, hätte er den Bus zuvor noch bekommen. Aber nein, der Herr hat ja Zeit. Unterdessen hatte ich mich auf eine Bank gesetzt, beobachtete die Leute die dort vorbei gingen, und hörte Musik um nicht ganz abzudrehen.
Als Sven dann 15.25Uhr ENDLICH aus dem Zug stieg, wusste ich überhaupt nicht mehr wie ich mit ihm umgehen soll. Er sah mich auch recht schnell und kam dann auf mich zu. Ich machte ihm Vorwürfe und fragte ihn, ob er eine minimale Ahnung habe, wie es mir gehen würde. So richtig bejahen konnte er das nicht, aber nun ja.
Wir sind zuerst zum WC des Centers gegangen, da ich eigentlich schon Stunden lang das Bedürfnis hatte das ruhige Örtchen aufzusuchen, aber bisher noch nicht die Möglichkeit hatte. Danach setzte ich mich kurz um zu Verschnaufen und was zu Trinken. Im Edeka-Center haben wir uns für das Wochenende eingedeckt mit Getränken und Naschzeug. Ein kurzer Abstecher in den Rossman war noch nötig, um abschließend noch den Expert zu besuchen. Eigentlich suche ich schon seit ner Ewigkeit Rapunzel neu verföhnt, aber irgendwie gibt es diese DVD noch immer nicht. *trauriggugg* Zumindestens habe ich sie bisher noch nicht bekommen. 😦 Aber dafür lachte mich eine Sonderedition mit Nummer von 3 Haselnüsse für Aschenbrödel an. 🙂 Eine rosarote Box, in der sich eine CD mit Musik, eine DVD mit dem Märchen und die Kette, die Aschenbrödel zum Ball mit dem Prinzen trug in einer Nachbildung, befanden.
Danach sind wir dann noch zur PC-Hardware gegangen, da Sven dort eine schöne Festplatte, die ich schon längst gebraucht hätte, gesehen hatte. Er zeigte sie mir, und ich war sofort begeistert. Es ist eine Minifestplatte von eGomit  1TB Speicher, welcher wohl erstmal eine Weile reichen wird. 🙂
Zum Schluss waren wir noch bei den Mäusen um für mich eine mitzunehmen, und damit war unser Einkauf dort auch erledigt.
Wir sind noch  zur Apotheke um ein paar Sachen zu besorgen, und da wir noch etwas Zeit hatten, wollten wir noch beim Chinesen was essen gehen. Davor kam uns Svens Oma entgegen. Zuerst bekam ich es gar nicht mit, aber als sie stehen blieb, und munter mit Sven rumalberte, war mir alles klar. Sie erzählte in der Kürze der Zeit einiges über Sven, und was er doch für ein lieber Junge gewesen sei, und was er alles könne, und… puh, es war viel zu viel, und irgendwie erniedrigend. Aber man merkte wie Sven mit einmal aufblühte, wie er mit einmal so ganz anders war. Irritation war nicht das Einzige was über dieses Gespräch hinaus entstand, aber es zeigte mir wieder einmal mehr, was mit Sven los ist. Grad eben war er noch der kleine Junge der Scheisse gebaut hatte, nur war der kleine Junge ja nicht mehr klein, und augenblicklich war er wieder er selbst. Es kam mir vor, als wären mehrere Personen die da sprächen. Als sich seine Oma nach ca. 10 Mal verabschieden doch endlich von seinem Lieblingsenkel losreißen konnte, blieben uns noch 20 Minuten zum Essen. Ich bestellte mir Ente süss-sauer, und Sven bestellte scharfes Knoblauchhähnchen. Das Essen war sehr lecker, und so langsam fühlte ich mich auch ein bisschen besser.
Auf der Heimfahrt zeigte ich Sven schon ein paar Sachen die ich mitgebracht hatte, und ausserdem packte ich meine neuen DVDs aus. Als wir dann endlich in Hornburg angekommen waren, war ich froh, dass wir zu Hause waren, denn mein Kopf dröhnte mittler Weile unaufhörlich, da ich mittler Weile ja schon über 48 Stunden keinen Schlaf bekommen hatte. Ich versuchte mich also gleich einzurollen, was mir aber nicht gelang, so blieb ich noch bis gegen 2Uhr wach, um dann endlich für wenigstens mal 3 Stunden einzuschlafen… *seufz*.

Da nun einmal wieder alles anders ist, ich die letzte Nacht nicht schlafen konnte [trotz Tablette], immer und immer wieder wach lag, mit Susi irgendwie nicht gut Kirschen essen ist, weil ich wie ich eben so bin, die Wahrheit sage, und selten ein Märchen erfinde [ausser es muss wirklich sein], habe ich mich eben an meinen „geliebten“ Wochenend-Putz“, welcher ganz im Sinne des kommenden Frühlings steht, gemacht.

Aufgeräumt, Staub gewischt, gefegt, Wäsche gewaschen, in den Trockner gesteckt, Geschirr abgewaschen, Essen gekocht, Bett abgezogen und neubezogen, einen Öffner für meine Flaschen organisiert, und viele andere Kleinigkeiten. Nun muss ich nur noch eine Waschmaschine anstellen, die ganze Wäsche zusammen legen und in den Schrank legen, und dann bin ich wohl damit auch durch.

Nebenbei höre ich mal wieder die CD von Kokowääh. Gedanken kreisen dabei, aber es ändert sich nichts. Ich denke die ganze Zeit darüber nach, wie wird wohl mein Leben weiter gehen, was mich wohl psychisch absolut unter Druck setzt. Es gibt vermutlich kein weiter, und genau diese Gedanken machen mir Angst. Gleich neben an ist die Pegnitz. Diese Gedanken sind so furchteinflössend, dass ich es nicht wage diese auszuschreiben. Es ist vermutlich genau so, wie mit den Zügen, jeder könnte mein letzter sein. Gedanken in diese Richtung habe ich schon lange, sehr lange. Ich meine, wozu soll ich weiter ertragen, was sich nicht mehr ertragen lässt? Und wäre ich nicht so ein Gott verdammter Feigling, würde man mich vielleicht schon lange im Herzen tragen und respektvoll behandeln, an einem Ort, der nur für mich erschaffen wurde. Komisch, dass man den meisten Menschen erst dann was wert ist, wenn man nicht mehr unter den Lebenden ist. All diese Gedanken füllen mich mit Trauer, mit Traurigkeit…

…und dann denke ich wieder, wieso wieso wieso. Was hab ich falsch gemacht in diesem Gott verdammten Leben? Wieso wurde ich gezwungen hier zu sein? Und wieso hat mir keiner eine Chance gegeben, schon von Anbeginn. Wieso lief mein Leben so ab wie es lief, voller Demut und Schmerz?

Wenn man als ungeliebtes Kind in die Welt entlassen wird, genau mit dem Tag der Geburt, wird man irgendwann wissen, auch wenn kein Wort darüber gesprochen wurde, dass man eben nicht zu den Geliebten – besonders liebenswerten Geschöpfen dieser Erde gehört. Man wird fühlen was man ist, was man bedeutet, das man belastet. Das kein Platz für einen reicht, dass keine noch so erfürchtige Demut jemals ausreichen kann, um etwas zu bedeuten.

Benutzt und weggeschmissen, wieder und wieder, und jedes Mal erneut ein kleiner Tod – ein grosser Tod der Seele selbst. Manchmal frage ich mich, wie konnte ich all dieser Pain nur ertragen? Überleben? Wie hat es mein Körper geschafft diese Schmach zu kompensieren?
Wenn ich das Bild vor Augen habe, wie ich winselnd, schreiend in den Klauen dieser Arschlöcher verzweifelt versuche zu überleben , frage ich mich „wozu“?! Lebenswert ist wirklich anders. Und dann wird immer wieder das Unmögliche verlangt – sei glücklich, sei fröhlich, sei dankbar. Aber wie? Wozu? Weshalb? Der sicherste Ort ist das Kellerverließ meiner Seele. *seufz*

hm.

Veröffentlicht: 19. März 2011 in Inside myself., myLife.

Ich fürchte, der erste Schritt für dieses einsame Leben ist schon lange überschritten. Dummer Weise merkt man sowas meistens erst, wenn man schon einige Schritte weiter ist. *seufz*

„Meld dich bei mir wenn ich dir was Gutes tun kann, und sei es nur das du mal wieder ein Kleid für die Kleine brauchst.“ Aber im Moment kann und will ich mich nicht melden. Steht noch viel zu viel Ungeklärtes im Raum, und ich weiss, die Enttäuschung wird mehr als gross sein. Aber der Traum ist grad zu schön, als dass ich da durch ungeliebte Realität wieder Brücken einreißen wollen würde. Aber irgendwann kommt der Tag, ich weiss es genau, an dem die Wahrheit einfach offensichtlich ist. Und dann werden wieder Fragen kommen, verächtliche Blicke folgen, und ich werde in einem Schleier aus nichts verschwinden.

Ich leide, und ich leide intensiv, zu gross ist meine tief-schmerzende Sensibilität. Manch einer wird denken, sei doch froh, so fühlst du intensiver, früher, länger. Aber manch einer wird dabei ausser Acht lassen, dass auch die negativen Gefühle eben diese Intensität haben, welche mich so quält.

Gedanken versunken in einem kalten nichts, die Wand mein Gesprächspartner. Gut ist er nicht, aber wenigstens widerspricht sie mir nicht. 😥

Wie bekommt man mich auf die Palme?

Veröffentlicht: 19. März 2011 in Inside myself., myLife.

Ich weiss nicht ob die Menschen, die mit mir zutun haben es nicht merken, oder nicht merken wollen, oder können. Wieso muss ich Wünsche immer so oft äussern bevor man mir mal zuhört, bzw. bevor man merkt ich meine etwas ernst? Wieso muss ich überhaupt Wünsche formulieren? Ich weiss wir sind nicht auf dem Ponyhof, aber eigentlich sind das Ganze auch keine Wünsche, sondern Aussagen, die zeigen sollen, so kann ich das nicht, so fühl ich mich auf Dauer immer schlechter. Andere würden vielleicht gleich verschwinden, und diese Intension habe ich schon so oft gehabt. Wozu ein Leben in dieser Qual leben? Qual ist es so und so, aber wenn ich weiss, ich kann einer dieser vielen Qualen auf irgend einem Wege entgehen, so trete ich den Rückzug an, und viel fehlt mit Sicherheit nicht mehr. Da hilft dann auch kein betteln und flehen mehr. Ich habe mich jetzt lange genug so behandeln lassen. Immer wieder bin ich voller Demut und mit gesenktem Kopf, ganz lieb und brav zurück. Aber ich will weder brav noch demütig sein, ich möchte selbst über mich und mein Leben bestimmen können.  Und das werde ich auch tun, wenn man einfach nicht merkt wenn es mal gut ist. Ich bin enttäuscht, endlos enttäuscht. Jedes bisschen gute Laune das ich jemals in mir trug ist verflogen. Ich bin einfach kein Mensch der in die Masse gehört, mein Mittelpunkt ist der Rand am Abgrund meiner Seele.

Ich fühl mich grad so schrecklich minderwertig, und kein Wort dieser Welt würde das gerade ändern können. Keins. Kein einziges Wort.