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Der 2. Besuch [, oder das Drama!]

Veröffentlicht: 26. März 2011 in Inside myself., myLife.

Am Freitag morgen 10.29Uhr sollte mein Zug in Nürnberg starten. Die Nacht zuvor konnte ich kein Auge zumachen, daher habe ich die ganze Nacht in Facebook verbracht. Ich schrieb Nachrichten mit F. und C. hin und her, und wir schrieben auf den Pinwänden noch rum. Gegen 7Uhr bin ich dann duschen gegangen, hab mir nen Tee gemacht, und dann kam auch bald Susi. Sie hat mir noch die Füsse massiert, dann haben wir noch den Rest im Zimmer aufgeräumt, und kurz nach 9Uhr sind wir dann zum Bus Richtung Hauptbahnhof. Der Bus kam recht schnell, und dann fing mein Herz an wie wild zu schlagen.
Eigentlich wollte Sven sich schon längst gemeldet haben, aber bisher gab es in meinem Handy keine neue Nachricht von ihm.
Gegen 9.30Uhr waren wir am Hauptbahnhof, es war also noch genug Zeit um noch einmal in den Müller zu gehen. Dort hat mir Susi noch ein wenig Verpflegung für die Fahrt geholt, und kurz nach 10Uhr sind wir dann so langsam zum Gleis Nr.7 gegangen, um auf den Zug zu warten. Ca. 10.10Uhr rollte dann auch schon der ICE Richtung Hannover/Hamburg im Bahnhof ein. Susi brachte mich zu meinem gebuchten Platz, und ich stellte dort meine Sachen ab. Bin dann mit ihr nochmal zur Tür gegangen, und ca. 5 Minuten vor Abfahrt wollte ich eigentlich schon auf meinen Sitzplatz, aber daraus wurde nix, weil mich Susi so nicht mehr sehen konnte. So ging ich nochmal zu ihr, und wir witzelten noch über Sachen aus der Vergangenheit rum, bis der Zug die Türen schloss und sich langsam in Bewegung setzte.
In genau diesem Moment breitete sich innerlich eine riesige Panik aus. Von Sven noch immer keine Spur, und mein Herz schlug weiter unaufhörlich schnell. Bleiben war nun Geschichte, denn der Zug fuhr bereits, ich hatte keine Wahl mehr. Susi schrieb während der gesamten Fahrt mit mir. Sie versuchte mich zu beruhigen, was ihr leider nicht gelang. Ich teilte ihr immer mit wo ich bin, und bei jedem neuen Halt stieg meine Panik ein Stück höher. Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf, ich schwankte bereits zwischen Wut und Panik. Ich wusste nicht was los war, hab ich doch bisher gedacht, der Mann, der mich so sehr liebt, würde mich niemals einfach so sitzen lassen. Weit gefehlt, welch Irrglaube. In mir war eine Achterbahn aus Gefühlen, und ich wusste nicht was ich zuerst denken sollte, und als ich dann pünktlich in Braunschweig 13.58Uhr aus dem Zug stieg, war ich zuerst die Ruhe selbst. Ich lief in Richtung Service-Point und hielt Ausschau ob ich Sven irgendwie erblicken würde, aber Sven war nirgends zu sehen. Ich riss mich zusammen, wählte seine Nummer (ich hasse telefonieren) – es klingelte. Nach kurzer Zeit hatte ich Sven auch am Hörer, aber meine Ruhe war wie weggeblasen. Ich fragte ihn wo er denn sei, und er sagte „ich bin GLEICH!!! da“. Eine glatte Lüge. Nach weiteren 5 Minuten klingelte mein Handy, Sven war dran. Er stotterte die Worte „also genau genommen hab ich verschlafen, und ich bin noch zu Hause in den Hörer“. Ich hätte ihm am liebsten direkt eine geklatscht, aber das ging ja nicht. Ich sagte ihm direkt, dass er sich auf was gefasst machen könne, und dass ich das überhaupt nicht witzig finde. Er schlug vor, dass er mit dem Taxi kommt, aber dann hätte ich ebenfalls noch ewig warten müssen, da es in Hornburg leider keine Taxis gibt. Ich schlug dann vor, dass ich direkt nach Wolfenbüttel fahren würde, um dort auf ihn warten. Mittlerweile hatte er es dann auch mal geschafft mir eine SMS zu schicken. Ich war recht fix in WF, so musste ich dort dann noch eine dreiviertel Stunde auf ihn warten. Wäre er gleich los, hätte er den Bus zuvor noch bekommen. Aber nein, der Herr hat ja Zeit. Unterdessen hatte ich mich auf eine Bank gesetzt, beobachtete die Leute die dort vorbei gingen, und hörte Musik um nicht ganz abzudrehen.
Als Sven dann 15.25Uhr ENDLICH aus dem Zug stieg, wusste ich überhaupt nicht mehr wie ich mit ihm umgehen soll. Er sah mich auch recht schnell und kam dann auf mich zu. Ich machte ihm Vorwürfe und fragte ihn, ob er eine minimale Ahnung habe, wie es mir gehen würde. So richtig bejahen konnte er das nicht, aber nun ja.
Wir sind zuerst zum WC des Centers gegangen, da ich eigentlich schon Stunden lang das Bedürfnis hatte das ruhige Örtchen aufzusuchen, aber bisher noch nicht die Möglichkeit hatte. Danach setzte ich mich kurz um zu Verschnaufen und was zu Trinken. Im Edeka-Center haben wir uns für das Wochenende eingedeckt mit Getränken und Naschzeug. Ein kurzer Abstecher in den Rossman war noch nötig, um abschließend noch den Expert zu besuchen. Eigentlich suche ich schon seit ner Ewigkeit Rapunzel neu verföhnt, aber irgendwie gibt es diese DVD noch immer nicht. *trauriggugg* Zumindestens habe ich sie bisher noch nicht bekommen. 😦 Aber dafür lachte mich eine Sonderedition mit Nummer von 3 Haselnüsse für Aschenbrödel an. 🙂 Eine rosarote Box, in der sich eine CD mit Musik, eine DVD mit dem Märchen und die Kette, die Aschenbrödel zum Ball mit dem Prinzen trug in einer Nachbildung, befanden.
Danach sind wir dann noch zur PC-Hardware gegangen, da Sven dort eine schöne Festplatte, die ich schon längst gebraucht hätte, gesehen hatte. Er zeigte sie mir, und ich war sofort begeistert. Es ist eine Minifestplatte von eGomit  1TB Speicher, welcher wohl erstmal eine Weile reichen wird. 🙂
Zum Schluss waren wir noch bei den Mäusen um für mich eine mitzunehmen, und damit war unser Einkauf dort auch erledigt.
Wir sind noch  zur Apotheke um ein paar Sachen zu besorgen, und da wir noch etwas Zeit hatten, wollten wir noch beim Chinesen was essen gehen. Davor kam uns Svens Oma entgegen. Zuerst bekam ich es gar nicht mit, aber als sie stehen blieb, und munter mit Sven rumalberte, war mir alles klar. Sie erzählte in der Kürze der Zeit einiges über Sven, und was er doch für ein lieber Junge gewesen sei, und was er alles könne, und… puh, es war viel zu viel, und irgendwie erniedrigend. Aber man merkte wie Sven mit einmal aufblühte, wie er mit einmal so ganz anders war. Irritation war nicht das Einzige was über dieses Gespräch hinaus entstand, aber es zeigte mir wieder einmal mehr, was mit Sven los ist. Grad eben war er noch der kleine Junge der Scheisse gebaut hatte, nur war der kleine Junge ja nicht mehr klein, und augenblicklich war er wieder er selbst. Es kam mir vor, als wären mehrere Personen die da sprächen. Als sich seine Oma nach ca. 10 Mal verabschieden doch endlich von seinem Lieblingsenkel losreißen konnte, blieben uns noch 20 Minuten zum Essen. Ich bestellte mir Ente süss-sauer, und Sven bestellte scharfes Knoblauchhähnchen. Das Essen war sehr lecker, und so langsam fühlte ich mich auch ein bisschen besser.
Auf der Heimfahrt zeigte ich Sven schon ein paar Sachen die ich mitgebracht hatte, und ausserdem packte ich meine neuen DVDs aus. Als wir dann endlich in Hornburg angekommen waren, war ich froh, dass wir zu Hause waren, denn mein Kopf dröhnte mittler Weile unaufhörlich, da ich mittler Weile ja schon über 48 Stunden keinen Schlaf bekommen hatte. Ich versuchte mich also gleich einzurollen, was mir aber nicht gelang, so blieb ich noch bis gegen 2Uhr wach, um dann endlich für wenigstens mal 3 Stunden einzuschlafen… *seufz*.

Haare färben 2.0!

Veröffentlicht: 25. März 2011 in Lifestyle., myLife.
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Heute nun habe ich mit Susi den zweiten Versuch meiner Haarfarbaktion gestartet, nachdem der Versuch am Montag mit Ultraviolett von Schwarzkopf mal so kräftig in die Hose ging, haben wir Noir von Schwarzkopf versucht. Die Packungen sahen an sich ziemlich gleich aus, und ich hatte schon Angst, dass das gleiche passieren könnte wie mit dem Lila, welches in Wirklichkeit eher Rosa wurde. Dabei war die Farbe extra für dunklere Haare ausgeschrieben, auf der Packung prangte gleich vorn als Titelbild eine Dame, wo die eine Seite der Haare etwa mittelbraun, und auf der anderen Seite total schön Ultraviolett waren. Da ich leider schon des Öfteren Negativerlebnisse mit Rottönen jeglicher Art hatte, war ich mir unsicher ob das überhaupt einen Sinn haben würde, aber mir gefiel die Packung so, und man versprach dem Endverbraucher tolle Ergebnisse mit Bleichen und Färben in einem Gang, aber das Ergebnis war für mich genauso grauenvoll wie alle Versuche in der Vergangenheit. Ich hab mir das ganze jetzt 4 Tage angeschaut, und nach drei Haarwäschen wurde die Farbe immer rosaner, und die Längen der Haare, die überhaupt nichts angenommen hatten, knallten darunter dunkel hervor. Also hab ich mich entschieden nun doch mein schwarz auf die Haare zu machen, so wie ich es eigentlich auch schon geplant hatte seit Monaten. Obwohl die Farbe vom gleichen Hersteller war, haben meine Haare sie viel besser angenommen, und so kann ich mich auch wieder unter Leute trauen, was ich ja morgen bereits vor habe, denn da werde ich wieder quer durch Deutschland fahren…

[Was lernen wir daraus? Schwarz ist meine Farbe.]

 

Ultraviolettfärbung nach 3 Haarwäschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endfarbergebnis schwarz.

Da nun einmal wieder alles anders ist, ich die letzte Nacht nicht schlafen konnte [trotz Tablette], immer und immer wieder wach lag, mit Susi irgendwie nicht gut Kirschen essen ist, weil ich wie ich eben so bin, die Wahrheit sage, und selten ein Märchen erfinde [ausser es muss wirklich sein], habe ich mich eben an meinen „geliebten“ Wochenend-Putz“, welcher ganz im Sinne des kommenden Frühlings steht, gemacht.

Aufgeräumt, Staub gewischt, gefegt, Wäsche gewaschen, in den Trockner gesteckt, Geschirr abgewaschen, Essen gekocht, Bett abgezogen und neubezogen, einen Öffner für meine Flaschen organisiert, und viele andere Kleinigkeiten. Nun muss ich nur noch eine Waschmaschine anstellen, die ganze Wäsche zusammen legen und in den Schrank legen, und dann bin ich wohl damit auch durch.

Nebenbei höre ich mal wieder die CD von Kokowääh. Gedanken kreisen dabei, aber es ändert sich nichts. Ich denke die ganze Zeit darüber nach, wie wird wohl mein Leben weiter gehen, was mich wohl psychisch absolut unter Druck setzt. Es gibt vermutlich kein weiter, und genau diese Gedanken machen mir Angst. Gleich neben an ist die Pegnitz. Diese Gedanken sind so furchteinflössend, dass ich es nicht wage diese auszuschreiben. Es ist vermutlich genau so, wie mit den Zügen, jeder könnte mein letzter sein. Gedanken in diese Richtung habe ich schon lange, sehr lange. Ich meine, wozu soll ich weiter ertragen, was sich nicht mehr ertragen lässt? Und wäre ich nicht so ein Gott verdammter Feigling, würde man mich vielleicht schon lange im Herzen tragen und respektvoll behandeln, an einem Ort, der nur für mich erschaffen wurde. Komisch, dass man den meisten Menschen erst dann was wert ist, wenn man nicht mehr unter den Lebenden ist. All diese Gedanken füllen mich mit Trauer, mit Traurigkeit…

…und dann denke ich wieder, wieso wieso wieso. Was hab ich falsch gemacht in diesem Gott verdammten Leben? Wieso wurde ich gezwungen hier zu sein? Und wieso hat mir keiner eine Chance gegeben, schon von Anbeginn. Wieso lief mein Leben so ab wie es lief, voller Demut und Schmerz?

Wenn man als ungeliebtes Kind in die Welt entlassen wird, genau mit dem Tag der Geburt, wird man irgendwann wissen, auch wenn kein Wort darüber gesprochen wurde, dass man eben nicht zu den Geliebten – besonders liebenswerten Geschöpfen dieser Erde gehört. Man wird fühlen was man ist, was man bedeutet, das man belastet. Das kein Platz für einen reicht, dass keine noch so erfürchtige Demut jemals ausreichen kann, um etwas zu bedeuten.

Benutzt und weggeschmissen, wieder und wieder, und jedes Mal erneut ein kleiner Tod – ein grosser Tod der Seele selbst. Manchmal frage ich mich, wie konnte ich all dieser Pain nur ertragen? Überleben? Wie hat es mein Körper geschafft diese Schmach zu kompensieren?
Wenn ich das Bild vor Augen habe, wie ich winselnd, schreiend in den Klauen dieser Arschlöcher verzweifelt versuche zu überleben , frage ich mich „wozu“?! Lebenswert ist wirklich anders. Und dann wird immer wieder das Unmögliche verlangt – sei glücklich, sei fröhlich, sei dankbar. Aber wie? Wozu? Weshalb? Der sicherste Ort ist das Kellerverließ meiner Seele. *seufz*

hm.

Veröffentlicht: 19. März 2011 in Inside myself., myLife.

Ich fürchte, der erste Schritt für dieses einsame Leben ist schon lange überschritten. Dummer Weise merkt man sowas meistens erst, wenn man schon einige Schritte weiter ist. *seufz*

„Meld dich bei mir wenn ich dir was Gutes tun kann, und sei es nur das du mal wieder ein Kleid für die Kleine brauchst.“ Aber im Moment kann und will ich mich nicht melden. Steht noch viel zu viel Ungeklärtes im Raum, und ich weiss, die Enttäuschung wird mehr als gross sein. Aber der Traum ist grad zu schön, als dass ich da durch ungeliebte Realität wieder Brücken einreißen wollen würde. Aber irgendwann kommt der Tag, ich weiss es genau, an dem die Wahrheit einfach offensichtlich ist. Und dann werden wieder Fragen kommen, verächtliche Blicke folgen, und ich werde in einem Schleier aus nichts verschwinden.

Ich leide, und ich leide intensiv, zu gross ist meine tief-schmerzende Sensibilität. Manch einer wird denken, sei doch froh, so fühlst du intensiver, früher, länger. Aber manch einer wird dabei ausser Acht lassen, dass auch die negativen Gefühle eben diese Intensität haben, welche mich so quält.

Gedanken versunken in einem kalten nichts, die Wand mein Gesprächspartner. Gut ist er nicht, aber wenigstens widerspricht sie mir nicht. 😥

Wie bekommt man mich auf die Palme?

Veröffentlicht: 19. März 2011 in Inside myself., myLife.

Ich weiss nicht ob die Menschen, die mit mir zutun haben es nicht merken, oder nicht merken wollen, oder können. Wieso muss ich Wünsche immer so oft äussern bevor man mir mal zuhört, bzw. bevor man merkt ich meine etwas ernst? Wieso muss ich überhaupt Wünsche formulieren? Ich weiss wir sind nicht auf dem Ponyhof, aber eigentlich sind das Ganze auch keine Wünsche, sondern Aussagen, die zeigen sollen, so kann ich das nicht, so fühl ich mich auf Dauer immer schlechter. Andere würden vielleicht gleich verschwinden, und diese Intension habe ich schon so oft gehabt. Wozu ein Leben in dieser Qual leben? Qual ist es so und so, aber wenn ich weiss, ich kann einer dieser vielen Qualen auf irgend einem Wege entgehen, so trete ich den Rückzug an, und viel fehlt mit Sicherheit nicht mehr. Da hilft dann auch kein betteln und flehen mehr. Ich habe mich jetzt lange genug so behandeln lassen. Immer wieder bin ich voller Demut und mit gesenktem Kopf, ganz lieb und brav zurück. Aber ich will weder brav noch demütig sein, ich möchte selbst über mich und mein Leben bestimmen können.  Und das werde ich auch tun, wenn man einfach nicht merkt wenn es mal gut ist. Ich bin enttäuscht, endlos enttäuscht. Jedes bisschen gute Laune das ich jemals in mir trug ist verflogen. Ich bin einfach kein Mensch der in die Masse gehört, mein Mittelpunkt ist der Rand am Abgrund meiner Seele.

Ich fühl mich grad so schrecklich minderwertig, und kein Wort dieser Welt würde das gerade ändern können. Keins. Kein einziges Wort.

gefühl_los.

Veröffentlicht: 18. März 2011 in Splitter meiner Seele.
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Ich frage mich schon lange, wieso sind die Menschen dieser Zeit nicht mehr in der Lage zu fühlen? Oder sind sie es, und sie können es nur nicht zeigen? Oder wollen sie es gar nicht? Warum ist zwischen Worten und Taten soviel Spielraum?

Gefühle sind etwas, was man nicht sieht. Der Körper kann zwar mit Reaktionen wie einem Lächeln kommentieren was in dem Menschen gerade passiert ist, wenn es denn positiv war, genauso gut geht dies bei einer Reaktion durch Wut/Ärger. Oder geht das vielleicht gerade noch besser? Viele Menschen, so scheint es mir wollen einfach nicht die Gefahr eingehen verletzt zu werden, also veletzten sie sich unbewusst selbst, in dem sie sich vor neuen Sachen einfach verwehren.

Das Thema Gefühle ist für mich ein sehr grosses und wichtiges Thema. Gerade weil sich um mich herum Menschen befinden, denen es unendlich schwer fällt diese zu zeigen, zu benennen, oder gar stabil zu halten. Zu diesen Menschen gehöre ich sichtlich auch, auch wenn es weh tut sich das einzugestehen. Wenn ich mich dann aber einmal durchgerungen habe meine Gefühle preis zu geben, sind diese die ehrlichsten die man wohl bekommen kann, tief und innig, vielleicht zu tief, zu innig, zu intensiv, zu explosiv.

Immer wieder höre ich den Satz „entweder man liebt mich oder man hasst mich“, und genau so empfinde ich es auch. Habe ich einmal einen Menschen in meinen Bann gezogen, scheint er so fasziniert zu sein, dass er alles um sich herum vergisst. Mir am liebsten den Himmel auf Erden bereiten möchte. Mich auf Händen trägt.
Aber merkt man, dass an diesem zauberhaften Wesen auch Fehler sind, wertet man mich gnadenlos ab, und ich bin zu shwierig, und wer will sich dieser Schwierigkeit schon noch hingeben? Die meisten Menschen, auch wenn sie nicht Menschen „meiner Sorte“ sind, haben doch genug mit sich selbst zutun. Es scheint nur normal zu sein, dass irgendwann die Lust und Kraft verschwindet soviel zu geben, denn wir scheinen wie Blutsauger von einem anderen Stern zu sein.
Wenn man mich nicht mag, wertet man mich ohnehin ab, man diskrimiert mich, zeigt mir das ich nichts wert bin, was dann natürlich wie ein Lauffeuer auf mich überspringt, und ich helf dann noch ein bisschen nach.

Lieber verletzte ich mich selbst, als das mich ein anderer Mensch so dermaßen verletzt.

 


Am Abend des 11.03.2011 wollte ich eigentlich mit meinem Freund zu seiner neuen Band, ich hatte mich schon so darauf gefreut endlich seine Stimme mit Gesang zu hören. Ich weiss nicht wieso, aber bisher hat er mir immer erzählt er könne das ja nicht, allerdings ist fraglich wieso ihn dann eine Band aufnehmen sollte!? Macht für mich nicht so rechten Sinn, wie dem auch sei, es wurde sowieso nichts draus, wegen schlechter Absprache, und der Schüchternheit meines Freundes.

Irgendwie sagte ich dann aus Spass, dass es doch cool wäre wenn wir tanzen gehen würden, gesagt getan – wir schauten im Internet was die Gegend hier so hergibt, und so kamen wir drauf, das in der Meier Music Hall, welche in Braunschweig zu finden ist, das 2. Festival of Darkness statt findet.

Es waren für Freitag Combichrist, Diorama, Frozen Plasma, Lahannya angesagt, und für Samstag Moon.74, Staubkind, Noisuf-X, Solar Fake, Mina Harker, Nachtmahr angesagt.

Aber bevor ich berichte, wie ich die Musik auf mich wirken lassen konnte, muss ich nochmal kurz zurück in das kleine beschauliche Städtchen Hornburg springen, wo wir ja immer noch waren. [Freitag Abend gegen kurz nach 20Uhr] Wir machten uns also fertig für den Abend, ich legte mein Nietenhalsband an, und fühlte mich seit langem mal wieder so richtig wohl. Ich dachte nur, „endlich“. Ich ließ meine Gedanken kreisen, die Vorfreude war riesig, aber sie hielt sich noch in Grenzen. Mein Freund bestellte das Anruftaxi, welches 22.22Uhr kommen sollte. Aber die Zeit schritt voran, aber es kam und kam kein Taxi. Also versuchte ich mit meiner Handylampe die Nummer des Unternehmens heraus zu finden, um dort gleich nachzufragen wo unser Fahrer bleibt. Die Frau am Telefon versuchte den Fahrer zu erreichen. Jener meldete sich auch sofort, und teilte mit, dass er keine Ahnung habe wo die Bushaltestelle sei, zu der er muss. Wir sagten ihm die Strasse durch, diese gab er dann in sein Navigationssystem ein, und kurz drauf war er dann auch da, nachdem ihm die Dame am Telefon nochmal sagte „gib Takke“.

Wir sprangen ins Auto, und die rasante Fahrt begann. Wir mussten in kürze den Zug im Nachbarort Schladen erreichen, welcher in ca. weiteren 5 Minuten fahren sollte [normal braucht man ca. 10 Minuten bis Schladen]. Er gab uns noch den Hinweis „schnallt euch an“, und los gings. Ich hatte schon mal mit dem Zug abgeschlossen, aber wir erreichten den Bahnhof in unglaublichen 3 Minuten – sagenhaft. Mein Freund nannte es nicht Fahrt, sondern Flug.
Wir konnten in Ruhe in unseren Zug einsteigen, nur leider hatten wir noch kein Ticket für mich, da wir im Taxi keins brauchten. Ich dachte mir so „holst du dir im Zug“, nur kam im Zug kein Schaffner, weshalb ich auch kein Ticket bekam. Egal, Geld gespart, was wir später noch brauchen sollten. Am Bahnhof holten wir fix Geld, und stiegen ins nächste Taxi [zum Glück], und ließen uns zur Meier Music Hall fahren. Selbst mein Freund gab zu „Laufen wäre wohl doch ein wenig weit gewesen“.

Bei der Music Hall angekommen stand schon vor der Tür schwarz gekleidetes Klientel, welches darauf hinwies, dass die Stimmung in den Räumlichkeiten schon sehr gut war, denn die Zeit war schon fortgeschritten, waren wir doch erst gegen 23:30Uhr vor Ort, und Einlass war bereits 19Uhr. Leider verpassten wir auf Grund dessen die ersten Bands des Freitag Abends. Nachdem wir unsere Kombitickets hatten, und der Rucksack + Jacke in der Garderobe verstaut waren, erhaschten wir noch die letzten Blicke auf Frozen Plasma, und als Höhepunkt des Freitag Abends sahen wir noch Combichrist, welche ich schon durch einen Freund, und diverse Clubbesuche kannte. Die Klänge waren hart aber eindringlich, genau so wie ich es liebe. Meine Beine bewegten sich wie von selbst, und ich fühlte mich einfach nur gut. Selbst die vielen Menschen machten mir in diesem Moment kaum etwas aus. 🙂
Zum Ausklang ließ man noch Musik aus dem selben Genre laufen, wozu dann noch einige Tanzwütige in die vollen gingen, und den entstandenen Platz nutzten. Wir hatten uns mittler Weile hinter die Hauptbar zu ein paar Barhockern gesellt, welche uns zwischendurch immer mal kurz ausruhen ließen, aber meine Beine ließen mich kaum still stehen, hatte ich genau das doch so lange vermisst.
Gegen 2Uhr bekam ich dann irgendwie Hunger, und ich schaute mal nach, was man so bekommen konnte. Das Gedränge an der Snackbar war gross, und die Dame, welche hinter der Theke stand hatte alle Hände voll zutun. Ich wählte einen Cheeseburger Bacon, und kurz drauf kam noch mein Freund um sich einen Hamburger Bacon zu bestellen.
Die Zeit war mittler Weile schon recht weit fortgeschritten, und so kamen dann auch schon die Mitarbeiter an um uns mitzuteilen, dass sie doch jetzt so langsam mal gern Feierabend hätten. Ein Blick auf die Uhr verriet mir das es gerade mal kurz nach 3Uhr war. Der nächste Zug würde erst nach 6Uhr kommen, und wir befanden uns mitten im Gewerbegebiet, wo wir um diese Zeit auch nicht mehr wegkommen würden.
Ich dacht mir nur „prima“. So holten wir also unseren Rucksack und die Jacke von der Garderobe ab und gingen vor die Tür. Eine kurze Überlegung machte uns klar, dass wir wohl oder übel schon wieder mit Taxi fahren müssten, nur dieses Mal von Braunschweig bis ???, ja bis wohin war uns selbst nicht klar, denn wir hatten bis dato keine Ahnung wie viel uns dieser Spass kosten würde. Wir schnappten uns ein Taxi, denn die waren gerade sehr begehrt, da alle anderen Gäste auch irgendwie weg kommen wollten, es aber nur eine eingeschränkte Anzahl von eben diesen gab. Der Taxifahrer sprach gebrochen Deutsch, und verstand erst noch nicht so recht was wir von ihm wollten. Als er kapiert hatte das unsere Fahrt etwas länger sein sollte, [wir sagten erstmal bis Schladen, in der Hoffnung das unser Geld bis dahin reicht]meinte er, dass wir erstmal tanken müssen, da sein Tank sonst wohl nicht reichen würde. Wir fuhren also zur Tanke, und von da aus über die Autobahn nach Schladen. Fast in Schladen angekommen merkten wir, dass unser Geld scheinbar doch noch ein Stück weiter reichen würde, und so baten wir den Fahrer doch noch bis Hornburg weiter zu fahren, und uns an einer Bushaltestelle unserer Wahl raus zu lassen. Wir gaben ihm unser letztes Geld, rundeten auf, bedankten uns, und wünschten dem Fahrer noch eine gute Heimfahrt.
Gott, ich war so heilfroh, als wir ein paar Minuten später das Haus erreichten, und wir uns ins Bett legen konnten. Ich nahm meine Tablette, und kurz drauf überkam mich auch schon die Müdigkeit, welche mich in einen tiefen Schlaf [mit verwirrenden Träumen] brachte. So endete also unser erster Konzertabend.

Am Samstag, also am 2. Festivalabend hatten wir uns vorgenommen direkt zur ersten Band in Braunschweig vor Ort zu sein. Ich stellte als den Wecker, welcher uns pünktlich weckte. Am Tag zuvor hatten wir extra noch recherchiert wie wir wieder nach Braunschweig kommen. Meine Idee war ja, dass wir Svens Eltern fragen, ob sie uns nach Schladen zum Bahnhof fahren, aber diese Möglichkeit fiel aus, da keiner zu Hause war als wir aufwachten [blöd]. Ausserdem sollte ein normaler Linienbus nach Schladen fahren, wir gingen also pünktlich zur Bushaltestelle, um dann festzustellen, dass dieser Linienbus wieder ein Anruftaxi gewesen wäre. Ich wäre am liebsten explodiert, aber Sven konnte ja nun auch nix dafür, also versuchte ich ruhig zu bleiben, und bat ihn bei dem Taxiunternehmen anzurufen. Diese bestätigten uns die Misere, aber da uns keine Zeit blieb bestellten wir uns ein normales Taxi. Der Taxifahrer war zufällig unser Tiefflieger, er grinste schon als er uns sah, teilte uns leider mit, dass er uns nicht als Linientaxi fahren könne, sondern eben nur als normales Taxi, da wir nicht früh genug angerufen hatten. Wieder hatten wir viel zu wenig Zeit, aber noch viel im Gegensatz zum Vortag. 10 Minuten sollten locker reichen, und so konnten wir noch locker unseren Zug erreichen, während eines doch sehr amüsanten Gesprächs mit dem Fahrer, welcher wohl wirklich schon als Tiefflieger bekannt und geliebt wurde. 😉 Innerhalb von 5 Minuten waren wir am gewünschten Bahnhof, gaben ihm noch das Geld, und konnten beruhigt auf den Zug warten, welcher kurze Zeit später in den Bahnhof einfuhr.
Im Zug nahmen wir bequem Platz, ich mal wieder ohne Ticket, was auch bis zum Ende der Zugfahrt so blieb. In Braunschweig mussten wir dann noch eine Filiale unserer Bank suchen, welche sich in der Nähe der Schloss-Arkaden befand. Als wir Geld getankt hatten, hörte ich seltsame laute Musik, und ich ging in die Richtung links um die Ecke, wo wir dann auch sahen woher diese kam. Die Antifaschistische Gruppe Braunschweig wanderte mit einer kleinen Gruppe von Demonstranten Richtung Domplatz. Mein Freund verzog gleich das Gesicht, und so ging ich nicht weiter auf diese Veranstaltung ein.
Mit der nächsten Tram M1 fuhren wir dann weiter zur Schmalbachstrasse, welche sich ganz in der Nähe der Meier Music Hall befindet. Mit uns waren einige, die der schwarzen Szene auf den ersten Blick angehörten unterwegs, so konnten wir unseren Ausstieg auch nicht verfehlen. Am Meier angekommen mussten wir noch ca. eine halbe Stunde warten, denn wir waren ein wenig zu früh vor Ort. 19Uhr sollte Einlass sein, welcher sich aber ein wenig nach hinten verzögerte. Wir standen recht weit vorne, und soviele Konzertfreunde waren noch nicht anwesend. Wir gaben die Jacken und den Rucksack wieder ab, und schauten als erstes in den Merchandise Bereich, wo schon die Bandshirts, und diverse andere Artikel der Bands auslagen. Für mich gab es ein T-Shirt von Staubkind, und ich nahm mir gleich Autogrammkarten für spätere Stunden mit. 🙂 Danach zog ich auf dem stillen Örtchen gleich das Staubkind-T-Shirt über. In der Halle war noch recht viel Platz, was uns einen wunderbaren Platz in der ersten Reihe bescherte.

Kurz vor 20Uhr begann dann unser 2. Festival Abend mit dem Newcomer Moon.74, welcher ganz alleine die Bühne betrat. Sein Programm war recht kurz, aber doch empfehlenswert, meinen Ohren gefielen seine Klänge auf jeden Fall. Sein Auftritt endete mit seinem Gesang inmitten der Fans, also hautnah unten in der Halle, komplett ohne Kontaktangst.
Ein paar Minuten nach 20Uhr kam dann auch schon Staubkind, mein persönliches Highlight des Abends. Die Lieder konnte ich durchweg mitsingen, was ich am Ende des Konzerts auch meinem Hals anmerkte. Louis schien sehr aufgeregt, denn als er die Menge zum Mitmachen animieren wollte, sprach er die Menge beim zweiten Mal mit Hamburg an, und bei einem weiteren Mal mit Bochum und Leipzig, was er dann versuchte damit ins lächerliche zu ziehen. Die Menge nahm ihm dies aber nicht krumm, sondern machten einfach mit. Sein Programm zog er souverän weiter durch, und animierte die Menge abermals bei der Textstelle dein Engel schweigt bei dem gleichennamigen Song mitzumachen, bis es so laut war, dass es sich gut anhörte. 🙂 Leider hatte Louis und Band nur 40 Minuten, was für meinen Geschmack viel zu wenig war. *seufz*
Nach dem Staubkindauftritt begaben wir uns wieder zum Merchandise Bereich, wo ich Louis erhoffte. Da dieser aber erst zusammen mit seiner Band die Instrumente weg räumte, und scheinbar eine Pause einlegte, schaute ich zuerst an den Stand von Moon.74, wo der Sänger selbst uns seine Aufwartung machte, und mir gleich bereitwillig ein Autogramm gab, mit dem Spruch „heute ist CD kaufen Pflicht wenn man ein Autogramm will“ und grinste mich an. Wir unterhielten uns noch kurz, und setzten uns dann in den Bereich der Kaffeebar, wo man gut sehen konnte, wenn weitere Künstler in den Merchendise Bereich kamen. Unterdessen Besorgte Sven uns was neues zu Trinken, denn ich schwitzte immer noch vom Tanzen bei den ersten beiden Bands.
Während wir unsere Füsse ein wenig Pause gönnten, fing die nächste Band an zu spielen, diese sahen wir leider nicht, aber die Klänge von eben dieser erreichten uns auch an der Bar, und diese gefielen. Noisuf-X (X-Fusion) war mir vorher auch schon ein Begriff, und so hätten meine Beine unentwegt weiter tanzen können.
Kurz vorm Ende deren Auftritts kam Endlich Louis und sein Bandkollege in den Merchandise Bereich, und verließ diesen auch gleich wieder, zu mir gewandt mit den Worten „ich komm gleich wieder, keine Angst“, und lächelte dabei. Kurze Zeit später stand er dann auch mit seinem Bandkollegen hinter seinem Stand. Ich sprang direkt wieder zu ihm, und so war ich die Erste die Autogramme von ihm bekam. Im Anschluss bat ich ihn noch um ein Foto mit mir, welches er mir auch bereitwillig, in den Arm nehmend ermöglichte. [Ich war so hibbelig und aufgeregt, dass ich das alles wie im Rausch aufnahm. Ich war glücklich, einfach nur glücklich. Hatte ich doch beim letzten Konzert nicht diese Nähe zu Louis gehabt. Ich hätte nie gedacht, dass er so nett und normal ist. Das er einfach ein Gespräch zu ließ, total locker, kein bisschen eingebildet, was man ja sonst so von Künstlern so gewöhnt ist.]
Nach erfolgreicher Autogrammstunde schlugen wir uns wieder zur Bühne durch. Mittlerweile war die Halle voller geworden, aber man konnte noch problemlos bis zur Bühne gelangen, wo unser Platz noch frei war. Die nächste Band war Solar Fake, das Soloprojekt von Sven Friedrich. Er präsentierte sein Debütalbum „Broken Grid“ eindrucksvoll. Er überzeugte mich absolut, und das nicht nur aufgrund seines püppchenhaften zerbrechlichen Aussehens, sondern vor allem mit seiner atemberaubenden Stimme, die mich sofort mitriß und schmelzen ließ. Ein Bild von Sven einzufangen war nahezu unmöglich, da er die ganze Zeit auf der Bühne rumsprang, und so die Masse verzauberte. Absolut empfehlenswert. Seine Stimme erinnert ein wenig an VNV Nation Sänger Ronan Harris, und wie ich später zu Hause feststellte, gehört seine Stimme der wohl länger bekannten Band Zeraphine an, welche mir natürlich eher bekannt war. ❤ Der Auftritt war für mich das zweite Highlight neben Staubkind, leider auch nur 40 Minuten lang. 😦
Als nächstes sollte uns Mina Harker mit Band besingen, aber schon nach den ersten Klängen drehte sich mein Magen um, und ich dachte nur „och nö, was ist das denn“. Ich zog es dann vor noch eine Fusspause einzulegen, und wir zogen uns zur Kaffeebar zurück, was meinen Ohren wirklich besser gefiel. Diese Musik von Ferne noch zu hören reichte vollkommen aus um sie nicht zu mögen. Meinet wegen muss ich diese Frau nicht noch einmal hören, oder sehen, denn sie war absolut nicht mein Fall.
Während dessen hatte Sven Friedrich mit seinem Bandkollegen die komplette Ausrüstung im Bus verstaut. Sven ließ sich kurz drauf dann im Merchendise Bereich blicken, um noch ein bisschen Smalltalk mit Moon.74 und Louis zu führen. Als ich das mitbekam, ging ich auch nochmal zu ihnen, um die gesellige Runde zu stören. Ich fragte vorsichtig Sven ob er auch noch bereit wäre mit mir ein Bild machen zu lassen, was er gleich total nett bejate, und ich freute mich wie ein Kullerkeks. Anschließend bat ich ihn auch noch um ein Autogramm, was ich dank Moon.74, der mir seinen silbernen Edding borgte, dann auch direkt noch auf einer Solar Fake Karte bekam. Glücklich schwebte ich zurück auf den Barhocker vor der Kaffeebar, und erfreute mich an meiner Ausbeute des Abends an Autogrammen.
Kurz bevor Miss Harker endlich ihren Auftritt beendet hatte, fiel mir noch ein, dass ich noch ein Geschenk für jemand besorgen könnte, und so störte ich nochmal im Merchandise Bereich, was mir aber keineswegs übel genommen wurde. 🙂
Den Abschluss des Abends bildete die österreichische Industrial Band Nachtmahr mit einer geballten Ladung Energie in ihren Songs, welche schon ein wenig härter klangen, aber die Beine wieder unaufhörlich zappeln ließen. Untermalt waren ihre Songs mit einer Leinwand, welche Antikriegsparolen in Form von Zitaten zeigten, wie z.B. „Am Ende werden nicht die Worte unserer Feinde sein, sondern das Schweigen unserer Freunde an das wir uns erinnern.“ von Martin Luther King jr., und ähnlichem. Der Sänger feuerte das Publikum auch mehrfach an, und stellte mitten drin die Frage, „was ist Industrial“, worauf die Antwort kam „du nicht“, was meinerseits für einem kleinen Lachanfall sorgte. Die Band zog die Masse mit, und hatten verdienter Maßen 60 Minuten Zeit für ihren Auftritt.

Nach der letzten Band verspürte ich dann so langsam einen kleinen Hunger, was mich wieder zur Snackbar führte. Sven kam diesmal gleich mit, so konnten wir zusammen essen. Für mich gab es eine Currywurst mit Pommes, und Chicken Nuggets+Krautsalat und Pommes für Sven. Als wir fertig gespeist hatten, wollten wir uns eigentlich noch einen Cocktail genehmigen, für die ein Werbebanner direkt über der Cocktailbar blinkte, um so enttäuschter waren wir, als wir bemerkten das diese schon komplett geschlossen war.  Nun ja, so wechselte ich von Cola halt nur auf Georgia um mal einen anderen Geschmack im Mund zu haben, da ich mich für alkoholische Getränke ausser Cocktails einfach nicht begeistern konnte.
Währenddessen  lief die Aftershow-Party schon, und der Nachtmahr-Sänger+Freundin hatten sich an der Hauptbar niedergelassen und unterhielt sich angeregt mit ein paar Gästen, ebenfalls total locker und kontaktfreudig, genau wie alle anderen Künstler die sich an diesem Abend darboten.
Wir setzten uns hinter die Hauptbar um immer mal wieder zwischen sitzen und tanzen hin und herzuwechseln, denn inzwischen taten meine Füsse vom vielen Tanzen doch schon weh. So lange wie ich nicht mehr aus war bin ich das einfach nicht mehr gewohnt, man wird halt auch älter. Ich genoss weiterhin die Klänge die ein DJ auflegte, und so gegen 3:30Uhr entschieden wir uns, dass wir uns so langsam auf den Heimweg machen wollten, da so langsam die Müdigkeit zuschlug. Wir holten unsere Jacken, und nahmen uns ein Taxi. Diesmal standen schon wartend einige vor der Tür, was uns lästiges anrufen ersparte. Da alle Taxifahrer aus dem älteren Semester waren, nahmen wir einfach das erstbeste. Der Taxifahrer war äusserst irritiert von unserem Wunschziel, und diskutierte noch mit uns rum bevor er sich endlich auf den Weg machte. Sven unterhielt sich noch ein wenig mit ihm über Geschehnissen aus der Vergangenheit von denen er wohl gehört hatte, aber das interessierte mich wenig. Gegen 4Uhr waren wir wieder in Hornburg. Der Taxifahrer bekam sein Geld + einen Zuschlag, wir verabschiedeten uns, und machten uns die letzten paar Meter auf den Weg nach Hause, wo ich dann ziemlich schnell ohne Tablette und völlig fertig aber glücklich einschlief…

…to be Continued 3o.3.2012 zum 3. Festival of Darkness in der Music Hall Braunschweig.