Archiv für 19. März 2011

Da nun einmal wieder alles anders ist, ich die letzte Nacht nicht schlafen konnte [trotz Tablette], immer und immer wieder wach lag, mit Susi irgendwie nicht gut Kirschen essen ist, weil ich wie ich eben so bin, die Wahrheit sage, und selten ein Märchen erfinde [ausser es muss wirklich sein], habe ich mich eben an meinen „geliebten“ Wochenend-Putz“, welcher ganz im Sinne des kommenden Frühlings steht, gemacht.

Aufgeräumt, Staub gewischt, gefegt, Wäsche gewaschen, in den Trockner gesteckt, Geschirr abgewaschen, Essen gekocht, Bett abgezogen und neubezogen, einen Öffner für meine Flaschen organisiert, und viele andere Kleinigkeiten. Nun muss ich nur noch eine Waschmaschine anstellen, die ganze Wäsche zusammen legen und in den Schrank legen, und dann bin ich wohl damit auch durch.

Nebenbei höre ich mal wieder die CD von Kokowääh. Gedanken kreisen dabei, aber es ändert sich nichts. Ich denke die ganze Zeit darüber nach, wie wird wohl mein Leben weiter gehen, was mich wohl psychisch absolut unter Druck setzt. Es gibt vermutlich kein weiter, und genau diese Gedanken machen mir Angst. Gleich neben an ist die Pegnitz. Diese Gedanken sind so furchteinflössend, dass ich es nicht wage diese auszuschreiben. Es ist vermutlich genau so, wie mit den Zügen, jeder könnte mein letzter sein. Gedanken in diese Richtung habe ich schon lange, sehr lange. Ich meine, wozu soll ich weiter ertragen, was sich nicht mehr ertragen lässt? Und wäre ich nicht so ein Gott verdammter Feigling, würde man mich vielleicht schon lange im Herzen tragen und respektvoll behandeln, an einem Ort, der nur für mich erschaffen wurde. Komisch, dass man den meisten Menschen erst dann was wert ist, wenn man nicht mehr unter den Lebenden ist. All diese Gedanken füllen mich mit Trauer, mit Traurigkeit…

…und dann denke ich wieder, wieso wieso wieso. Was hab ich falsch gemacht in diesem Gott verdammten Leben? Wieso wurde ich gezwungen hier zu sein? Und wieso hat mir keiner eine Chance gegeben, schon von Anbeginn. Wieso lief mein Leben so ab wie es lief, voller Demut und Schmerz?

Wenn man als ungeliebtes Kind in die Welt entlassen wird, genau mit dem Tag der Geburt, wird man irgendwann wissen, auch wenn kein Wort darüber gesprochen wurde, dass man eben nicht zu den Geliebten – besonders liebenswerten Geschöpfen dieser Erde gehört. Man wird fühlen was man ist, was man bedeutet, das man belastet. Das kein Platz für einen reicht, dass keine noch so erfürchtige Demut jemals ausreichen kann, um etwas zu bedeuten.

Benutzt und weggeschmissen, wieder und wieder, und jedes Mal erneut ein kleiner Tod – ein grosser Tod der Seele selbst. Manchmal frage ich mich, wie konnte ich all dieser Pain nur ertragen? Überleben? Wie hat es mein Körper geschafft diese Schmach zu kompensieren?
Wenn ich das Bild vor Augen habe, wie ich winselnd, schreiend in den Klauen dieser Arschlöcher verzweifelt versuche zu überleben , frage ich mich „wozu“?! Lebenswert ist wirklich anders. Und dann wird immer wieder das Unmögliche verlangt – sei glücklich, sei fröhlich, sei dankbar. Aber wie? Wozu? Weshalb? Der sicherste Ort ist das Kellerverließ meiner Seele. *seufz*

hm.

Veröffentlicht: 19. März 2011 in Inside myself., myLife.

Ich fürchte, der erste Schritt für dieses einsame Leben ist schon lange überschritten. Dummer Weise merkt man sowas meistens erst, wenn man schon einige Schritte weiter ist. *seufz*

„Meld dich bei mir wenn ich dir was Gutes tun kann, und sei es nur das du mal wieder ein Kleid für die Kleine brauchst.“ Aber im Moment kann und will ich mich nicht melden. Steht noch viel zu viel Ungeklärtes im Raum, und ich weiss, die Enttäuschung wird mehr als gross sein. Aber der Traum ist grad zu schön, als dass ich da durch ungeliebte Realität wieder Brücken einreißen wollen würde. Aber irgendwann kommt der Tag, ich weiss es genau, an dem die Wahrheit einfach offensichtlich ist. Und dann werden wieder Fragen kommen, verächtliche Blicke folgen, und ich werde in einem Schleier aus nichts verschwinden.

Ich leide, und ich leide intensiv, zu gross ist meine tief-schmerzende Sensibilität. Manch einer wird denken, sei doch froh, so fühlst du intensiver, früher, länger. Aber manch einer wird dabei ausser Acht lassen, dass auch die negativen Gefühle eben diese Intensität haben, welche mich so quält.

Gedanken versunken in einem kalten nichts, die Wand mein Gesprächspartner. Gut ist er nicht, aber wenigstens widerspricht sie mir nicht. 😥

Wie bekommt man mich auf die Palme?

Veröffentlicht: 19. März 2011 in Inside myself., myLife.

Ich weiss nicht ob die Menschen, die mit mir zutun haben es nicht merken, oder nicht merken wollen, oder können. Wieso muss ich Wünsche immer so oft äussern bevor man mir mal zuhört, bzw. bevor man merkt ich meine etwas ernst? Wieso muss ich überhaupt Wünsche formulieren? Ich weiss wir sind nicht auf dem Ponyhof, aber eigentlich sind das Ganze auch keine Wünsche, sondern Aussagen, die zeigen sollen, so kann ich das nicht, so fühl ich mich auf Dauer immer schlechter. Andere würden vielleicht gleich verschwinden, und diese Intension habe ich schon so oft gehabt. Wozu ein Leben in dieser Qual leben? Qual ist es so und so, aber wenn ich weiss, ich kann einer dieser vielen Qualen auf irgend einem Wege entgehen, so trete ich den Rückzug an, und viel fehlt mit Sicherheit nicht mehr. Da hilft dann auch kein betteln und flehen mehr. Ich habe mich jetzt lange genug so behandeln lassen. Immer wieder bin ich voller Demut und mit gesenktem Kopf, ganz lieb und brav zurück. Aber ich will weder brav noch demütig sein, ich möchte selbst über mich und mein Leben bestimmen können.  Und das werde ich auch tun, wenn man einfach nicht merkt wenn es mal gut ist. Ich bin enttäuscht, endlos enttäuscht. Jedes bisschen gute Laune das ich jemals in mir trug ist verflogen. Ich bin einfach kein Mensch der in die Masse gehört, mein Mittelpunkt ist der Rand am Abgrund meiner Seele.

Ich fühl mich grad so schrecklich minderwertig, und kein Wort dieser Welt würde das gerade ändern können. Keins. Kein einziges Wort.