Archiv für März, 2011

0.56Uhr:

Soeben sah ich in meinem Twitteraccount eine erneute Erdbebenwarnung über ntv flimmern sowie zusätzlich eine Tsunamiwarnung mit einer unglaublichen Höhe von 50 Zentimeter [ausgeschrieben]!!! Das Erdbeben sei stark gewesen, und auf der Richterskala konnte man 6,5 messen. Fukushima sei 163km entfernt vom Zentrum des Bebens.

Ich frage mich gerade, ob man uns jetzt für total bescheuert hält? Will man uns für dumm verkaufen? Okay, es ist nachts, manch einer mag um diese Uhrzeit schon müde sein und vielleicht auch nicht mehr ganz zurechnungsfähig, aber was bitte sollen solche Meldungen? Will man so versuchen, die Menschen wieder milde zu stimmen? Will man das Ausmaß der Fukushima-Katastrophe abschwächen? Merken die Nachrichtenagenturen eigentlich, was sie für einen Müll schreiben? Fünfzig Zentimeter, ich zittere vor Angst. UNGLAUBLICH.

3.15Uhr:

Weiter geht es mit den Aprilscherzen, die Stärke des Erdbebens wurde nachträglich heruntergestuft auf 6.1.
Bisher dachte ich es gibt Messgeräte die Ausschlagen wenn ein Erdbeben statt findet, aber scheinbar funktionieren im Moment alle Messgeräte falsch?! Sehr seltsam. Wollt ihr uns jetzt wieder sagen „ist doch alles gar nicht so schlimm“?

Fukushima [, oder April April.]

Veröffentlicht: 27. März 2011 in Aktuelles., Nachrichten.
Schlagwörter:, , , , , , ,

Nun habe ich mich seit dem Erdbeben-Tsunami-Unglück in Japan gut darum gedrückt auch mal meine ganz persönlich Meinung zu diesem Drama kund zu tun. Aber ich schaffe es nicht länger meine Klappe zu halten, wenn ich Artikel wie diesen hier lese, denke ich mir „haben wir etwa schon den 1. April?“. Ich find es echt eine Dreistigkeit, wie die japanische Regierung und das Betreiberunternehmen Tepco ihre Witzchen mit der Lage des Unglücks-AKWs machen.  Sie geben zuerst Infos raus, um diese dann wieder zurück zu rufen und ihnen selbst nicht mehr zu glauben. Sie verwirren somit die Menschen, und keiner weiss mehr, was überhaupt gerade los ist.
Ein einziges Hin und Her, und wenn man die Möglichkeit hat, wird einfach die Schuld auf den kleinen Bürger abgewälzt, wie eben diese drei Männer, die in dem verseuchten Wasser standen und sich nun in einem Spezialkrankenhaus befinden. Die Zeit dieser Männer ist damit besiegelt, und alles, weil die Informationen einfach unterschlagen wurden. Es heißt zwar ebenfalls, dass ein paar Männer Warnmeldungen ignoriert hätten, aber was da wirklich abgelaufen ist, werden wir wohl nie erfahren.
Die Meldung über die millionenfach-erhöhte Strahlenmessung wurde auch widerrufen, vermutlich in der Hoffnung, dass die Menschen so weniger in Panik verfallen, aber wenn ich mit logischem Menschenverstand darüber nachdenke, müssen nach diesem Chaos doch nur selbstverständlich alle in Panik verfallen.
Kann es überhaupt noch schlimmer kommen, fragt man sich? Wie weit sind wir von einem Super-Gau entfernt? Die Lage im Reaktor Nr. 2 ist scheinbar schon komplett ausser Kontrolle, was soll da denn noch schlimmer werden? Kann man doch wirklich nur hoffen, dass es Menschen gibt, die freiwillig weiter kämpfen, denn vom Abhauen und das Gebäude sich selbst zu überlassen wird die Lage vermutlich keine Besserung finden. Ich will nicht wissen, wieviele Menschen in diesem Unglück wieder verheizt werden, nur weil Tepco weiterhin Profit scheffeln wollte. Hätte man letztes Jahr wie geplant das Unglücks-AKW abgeschaltet, wäre die Katastrophe vielleicht nicht komplett ausgeblieben, aber vermutlich hätte es nicht dieses Ausmaß an Drama angenommen. Und hätte man nicht vertuscht, dass einige der Überprüfungen gar nicht statt gefunden haben, die eigentlich auf dem Plan standen, hätte man sicherlich jetzt auch nicht die Lage, die man nun hat.
Man meint, dass in EINEM!!! der Reaktoren scheinbar das Containment Risse oder einen Bruch aufweisen könne. Nun bleibt aber die Frage, wie das Wasser in jedem der Reaktoren Verseuchung aufweisen kann? Kann es von einem Reaktor zum anderen springen? Hat es überirdische Kräfte? Ich vermute, die Frage wird noch eine Weile offen bleiben, aber die Tepco wird uns sicher irgendwann, so in 25 Jahren, wenn man annimmt, die Katastrophe ist nicht mehr so fest in den Köpfen der Menschen verankert, aufklären. Ganz ganz bestimmt wird sie das tun. *Ironie_off*
Wenn ich mir also diese ganze Informationspolitik anschaue, dann ist es vermutlich Taktik, Fakten zu streuen, um sie dann wieder zu zerstreuen. Wenn der Mensch sich doch nur einmal entscheiden könnte. Aber das ist wohl das schwierigste überhaupt – schon immer gewesen.
Ausgetretenes verseuchtes Wasser, welches ins Meer gelangt ist, wird schnell verdünnt, so heißt es. Wäre es denn nur Jod-131, wäre es ja nicht so schlimm, dann könnte man eine Warnung rausgeben, dass man zwei Wochen das Wasser nicht betreten sollte, und gut wäre es, denn die Halbwertzeit liegt bei nur 8 Tagen. Da aber in Fukushima auch das hochgiftige Plutonium verwendet wird, welches eine Halbwertzeit hat, die ins Unendliche geht, ist die Lage nicht ganz so ungefährlich, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das Jod-131 austritt, aber das Plutonium sich denkt „och bleib ich mal im Reaktor, will den Menschen nicht ganz so doll schaden“. Schön wärs.

Ich habe schon vor über einer Woche gesagt, dass mein Liebster das ganze Ausmaß ein wenig zu rosarot sieht. Da hieß es noch ungefähr so, dass ich ja keine Ahnung hätte. Aber man muss sich doch nur durch diesen Jungle an Informationen klicken und ein wenig Menschenverstand einsetzen, und schon sieht man, dass wir unweit der Tschernobyl-Katastrophe sind. Die Realität kann ganz schön hart sein, nicht wahr?

Der 2. Besuch [, oder das Drama!]

Veröffentlicht: 26. März 2011 in Inside myself., myLife.

Am Freitag morgen 10.29Uhr sollte mein Zug in Nürnberg starten. Die Nacht zuvor konnte ich kein Auge zumachen, daher habe ich die ganze Nacht in Facebook verbracht. Ich schrieb Nachrichten mit F. und C. hin und her, und wir schrieben auf den Pinwänden noch rum. Gegen 7Uhr bin ich dann duschen gegangen, hab mir nen Tee gemacht, und dann kam auch bald Susi. Sie hat mir noch die Füsse massiert, dann haben wir noch den Rest im Zimmer aufgeräumt, und kurz nach 9Uhr sind wir dann zum Bus Richtung Hauptbahnhof. Der Bus kam recht schnell, und dann fing mein Herz an wie wild zu schlagen.
Eigentlich wollte Sven sich schon längst gemeldet haben, aber bisher gab es in meinem Handy keine neue Nachricht von ihm.
Gegen 9.30Uhr waren wir am Hauptbahnhof, es war also noch genug Zeit um noch einmal in den Müller zu gehen. Dort hat mir Susi noch ein wenig Verpflegung für die Fahrt geholt, und kurz nach 10Uhr sind wir dann so langsam zum Gleis Nr.7 gegangen, um auf den Zug zu warten. Ca. 10.10Uhr rollte dann auch schon der ICE Richtung Hannover/Hamburg im Bahnhof ein. Susi brachte mich zu meinem gebuchten Platz, und ich stellte dort meine Sachen ab. Bin dann mit ihr nochmal zur Tür gegangen, und ca. 5 Minuten vor Abfahrt wollte ich eigentlich schon auf meinen Sitzplatz, aber daraus wurde nix, weil mich Susi so nicht mehr sehen konnte. So ging ich nochmal zu ihr, und wir witzelten noch über Sachen aus der Vergangenheit rum, bis der Zug die Türen schloss und sich langsam in Bewegung setzte.
In genau diesem Moment breitete sich innerlich eine riesige Panik aus. Von Sven noch immer keine Spur, und mein Herz schlug weiter unaufhörlich schnell. Bleiben war nun Geschichte, denn der Zug fuhr bereits, ich hatte keine Wahl mehr. Susi schrieb während der gesamten Fahrt mit mir. Sie versuchte mich zu beruhigen, was ihr leider nicht gelang. Ich teilte ihr immer mit wo ich bin, und bei jedem neuen Halt stieg meine Panik ein Stück höher. Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf, ich schwankte bereits zwischen Wut und Panik. Ich wusste nicht was los war, hab ich doch bisher gedacht, der Mann, der mich so sehr liebt, würde mich niemals einfach so sitzen lassen. Weit gefehlt, welch Irrglaube. In mir war eine Achterbahn aus Gefühlen, und ich wusste nicht was ich zuerst denken sollte, und als ich dann pünktlich in Braunschweig 13.58Uhr aus dem Zug stieg, war ich zuerst die Ruhe selbst. Ich lief in Richtung Service-Point und hielt Ausschau ob ich Sven irgendwie erblicken würde, aber Sven war nirgends zu sehen. Ich riss mich zusammen, wählte seine Nummer (ich hasse telefonieren) – es klingelte. Nach kurzer Zeit hatte ich Sven auch am Hörer, aber meine Ruhe war wie weggeblasen. Ich fragte ihn wo er denn sei, und er sagte „ich bin GLEICH!!! da“. Eine glatte Lüge. Nach weiteren 5 Minuten klingelte mein Handy, Sven war dran. Er stotterte die Worte „also genau genommen hab ich verschlafen, und ich bin noch zu Hause in den Hörer“. Ich hätte ihm am liebsten direkt eine geklatscht, aber das ging ja nicht. Ich sagte ihm direkt, dass er sich auf was gefasst machen könne, und dass ich das überhaupt nicht witzig finde. Er schlug vor, dass er mit dem Taxi kommt, aber dann hätte ich ebenfalls noch ewig warten müssen, da es in Hornburg leider keine Taxis gibt. Ich schlug dann vor, dass ich direkt nach Wolfenbüttel fahren würde, um dort auf ihn warten. Mittlerweile hatte er es dann auch mal geschafft mir eine SMS zu schicken. Ich war recht fix in WF, so musste ich dort dann noch eine dreiviertel Stunde auf ihn warten. Wäre er gleich los, hätte er den Bus zuvor noch bekommen. Aber nein, der Herr hat ja Zeit. Unterdessen hatte ich mich auf eine Bank gesetzt, beobachtete die Leute die dort vorbei gingen, und hörte Musik um nicht ganz abzudrehen.
Als Sven dann 15.25Uhr ENDLICH aus dem Zug stieg, wusste ich überhaupt nicht mehr wie ich mit ihm umgehen soll. Er sah mich auch recht schnell und kam dann auf mich zu. Ich machte ihm Vorwürfe und fragte ihn, ob er eine minimale Ahnung habe, wie es mir gehen würde. So richtig bejahen konnte er das nicht, aber nun ja.
Wir sind zuerst zum WC des Centers gegangen, da ich eigentlich schon Stunden lang das Bedürfnis hatte das ruhige Örtchen aufzusuchen, aber bisher noch nicht die Möglichkeit hatte. Danach setzte ich mich kurz um zu Verschnaufen und was zu Trinken. Im Edeka-Center haben wir uns für das Wochenende eingedeckt mit Getränken und Naschzeug. Ein kurzer Abstecher in den Rossman war noch nötig, um abschließend noch den Expert zu besuchen. Eigentlich suche ich schon seit ner Ewigkeit Rapunzel neu verföhnt, aber irgendwie gibt es diese DVD noch immer nicht. *trauriggugg* Zumindestens habe ich sie bisher noch nicht bekommen. 😦 Aber dafür lachte mich eine Sonderedition mit Nummer von 3 Haselnüsse für Aschenbrödel an. 🙂 Eine rosarote Box, in der sich eine CD mit Musik, eine DVD mit dem Märchen und die Kette, die Aschenbrödel zum Ball mit dem Prinzen trug in einer Nachbildung, befanden.
Danach sind wir dann noch zur PC-Hardware gegangen, da Sven dort eine schöne Festplatte, die ich schon längst gebraucht hätte, gesehen hatte. Er zeigte sie mir, und ich war sofort begeistert. Es ist eine Minifestplatte von eGomit  1TB Speicher, welcher wohl erstmal eine Weile reichen wird. 🙂
Zum Schluss waren wir noch bei den Mäusen um für mich eine mitzunehmen, und damit war unser Einkauf dort auch erledigt.
Wir sind noch  zur Apotheke um ein paar Sachen zu besorgen, und da wir noch etwas Zeit hatten, wollten wir noch beim Chinesen was essen gehen. Davor kam uns Svens Oma entgegen. Zuerst bekam ich es gar nicht mit, aber als sie stehen blieb, und munter mit Sven rumalberte, war mir alles klar. Sie erzählte in der Kürze der Zeit einiges über Sven, und was er doch für ein lieber Junge gewesen sei, und was er alles könne, und… puh, es war viel zu viel, und irgendwie erniedrigend. Aber man merkte wie Sven mit einmal aufblühte, wie er mit einmal so ganz anders war. Irritation war nicht das Einzige was über dieses Gespräch hinaus entstand, aber es zeigte mir wieder einmal mehr, was mit Sven los ist. Grad eben war er noch der kleine Junge der Scheisse gebaut hatte, nur war der kleine Junge ja nicht mehr klein, und augenblicklich war er wieder er selbst. Es kam mir vor, als wären mehrere Personen die da sprächen. Als sich seine Oma nach ca. 10 Mal verabschieden doch endlich von seinem Lieblingsenkel losreißen konnte, blieben uns noch 20 Minuten zum Essen. Ich bestellte mir Ente süss-sauer, und Sven bestellte scharfes Knoblauchhähnchen. Das Essen war sehr lecker, und so langsam fühlte ich mich auch ein bisschen besser.
Auf der Heimfahrt zeigte ich Sven schon ein paar Sachen die ich mitgebracht hatte, und ausserdem packte ich meine neuen DVDs aus. Als wir dann endlich in Hornburg angekommen waren, war ich froh, dass wir zu Hause waren, denn mein Kopf dröhnte mittler Weile unaufhörlich, da ich mittler Weile ja schon über 48 Stunden keinen Schlaf bekommen hatte. Ich versuchte mich also gleich einzurollen, was mir aber nicht gelang, so blieb ich noch bis gegen 2Uhr wach, um dann endlich für wenigstens mal 3 Stunden einzuschlafen… *seufz*.

Haare färben 2.0!

Veröffentlicht: 25. März 2011 in Lifestyle., myLife.
Schlagwörter:, , , , , ,

Heute nun habe ich mit Susi den zweiten Versuch meiner Haarfarbaktion gestartet, nachdem der Versuch am Montag mit Ultraviolett von Schwarzkopf mal so kräftig in die Hose ging, haben wir Noir von Schwarzkopf versucht. Die Packungen sahen an sich ziemlich gleich aus, und ich hatte schon Angst, dass das gleiche passieren könnte wie mit dem Lila, welches in Wirklichkeit eher Rosa wurde. Dabei war die Farbe extra für dunklere Haare ausgeschrieben, auf der Packung prangte gleich vorn als Titelbild eine Dame, wo die eine Seite der Haare etwa mittelbraun, und auf der anderen Seite total schön Ultraviolett waren. Da ich leider schon des Öfteren Negativerlebnisse mit Rottönen jeglicher Art hatte, war ich mir unsicher ob das überhaupt einen Sinn haben würde, aber mir gefiel die Packung so, und man versprach dem Endverbraucher tolle Ergebnisse mit Bleichen und Färben in einem Gang, aber das Ergebnis war für mich genauso grauenvoll wie alle Versuche in der Vergangenheit. Ich hab mir das ganze jetzt 4 Tage angeschaut, und nach drei Haarwäschen wurde die Farbe immer rosaner, und die Längen der Haare, die überhaupt nichts angenommen hatten, knallten darunter dunkel hervor. Also hab ich mich entschieden nun doch mein schwarz auf die Haare zu machen, so wie ich es eigentlich auch schon geplant hatte seit Monaten. Obwohl die Farbe vom gleichen Hersteller war, haben meine Haare sie viel besser angenommen, und so kann ich mich auch wieder unter Leute trauen, was ich ja morgen bereits vor habe, denn da werde ich wieder quer durch Deutschland fahren…

[Was lernen wir daraus? Schwarz ist meine Farbe.]

 

Ultraviolettfärbung nach 3 Haarwäschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endfarbergebnis schwarz.

Da nun einmal wieder alles anders ist, ich die letzte Nacht nicht schlafen konnte [trotz Tablette], immer und immer wieder wach lag, mit Susi irgendwie nicht gut Kirschen essen ist, weil ich wie ich eben so bin, die Wahrheit sage, und selten ein Märchen erfinde [ausser es muss wirklich sein], habe ich mich eben an meinen „geliebten“ Wochenend-Putz“, welcher ganz im Sinne des kommenden Frühlings steht, gemacht.

Aufgeräumt, Staub gewischt, gefegt, Wäsche gewaschen, in den Trockner gesteckt, Geschirr abgewaschen, Essen gekocht, Bett abgezogen und neubezogen, einen Öffner für meine Flaschen organisiert, und viele andere Kleinigkeiten. Nun muss ich nur noch eine Waschmaschine anstellen, die ganze Wäsche zusammen legen und in den Schrank legen, und dann bin ich wohl damit auch durch.

Nebenbei höre ich mal wieder die CD von Kokowääh. Gedanken kreisen dabei, aber es ändert sich nichts. Ich denke die ganze Zeit darüber nach, wie wird wohl mein Leben weiter gehen, was mich wohl psychisch absolut unter Druck setzt. Es gibt vermutlich kein weiter, und genau diese Gedanken machen mir Angst. Gleich neben an ist die Pegnitz. Diese Gedanken sind so furchteinflössend, dass ich es nicht wage diese auszuschreiben. Es ist vermutlich genau so, wie mit den Zügen, jeder könnte mein letzter sein. Gedanken in diese Richtung habe ich schon lange, sehr lange. Ich meine, wozu soll ich weiter ertragen, was sich nicht mehr ertragen lässt? Und wäre ich nicht so ein Gott verdammter Feigling, würde man mich vielleicht schon lange im Herzen tragen und respektvoll behandeln, an einem Ort, der nur für mich erschaffen wurde. Komisch, dass man den meisten Menschen erst dann was wert ist, wenn man nicht mehr unter den Lebenden ist. All diese Gedanken füllen mich mit Trauer, mit Traurigkeit…

…und dann denke ich wieder, wieso wieso wieso. Was hab ich falsch gemacht in diesem Gott verdammten Leben? Wieso wurde ich gezwungen hier zu sein? Und wieso hat mir keiner eine Chance gegeben, schon von Anbeginn. Wieso lief mein Leben so ab wie es lief, voller Demut und Schmerz?

Wenn man als ungeliebtes Kind in die Welt entlassen wird, genau mit dem Tag der Geburt, wird man irgendwann wissen, auch wenn kein Wort darüber gesprochen wurde, dass man eben nicht zu den Geliebten – besonders liebenswerten Geschöpfen dieser Erde gehört. Man wird fühlen was man ist, was man bedeutet, das man belastet. Das kein Platz für einen reicht, dass keine noch so erfürchtige Demut jemals ausreichen kann, um etwas zu bedeuten.

Benutzt und weggeschmissen, wieder und wieder, und jedes Mal erneut ein kleiner Tod – ein grosser Tod der Seele selbst. Manchmal frage ich mich, wie konnte ich all dieser Pain nur ertragen? Überleben? Wie hat es mein Körper geschafft diese Schmach zu kompensieren?
Wenn ich das Bild vor Augen habe, wie ich winselnd, schreiend in den Klauen dieser Arschlöcher verzweifelt versuche zu überleben , frage ich mich „wozu“?! Lebenswert ist wirklich anders. Und dann wird immer wieder das Unmögliche verlangt – sei glücklich, sei fröhlich, sei dankbar. Aber wie? Wozu? Weshalb? Der sicherste Ort ist das Kellerverließ meiner Seele. *seufz*

hm.

Veröffentlicht: 19. März 2011 in Inside myself., myLife.

Ich fürchte, der erste Schritt für dieses einsame Leben ist schon lange überschritten. Dummer Weise merkt man sowas meistens erst, wenn man schon einige Schritte weiter ist. *seufz*

„Meld dich bei mir wenn ich dir was Gutes tun kann, und sei es nur das du mal wieder ein Kleid für die Kleine brauchst.“ Aber im Moment kann und will ich mich nicht melden. Steht noch viel zu viel Ungeklärtes im Raum, und ich weiss, die Enttäuschung wird mehr als gross sein. Aber der Traum ist grad zu schön, als dass ich da durch ungeliebte Realität wieder Brücken einreißen wollen würde. Aber irgendwann kommt der Tag, ich weiss es genau, an dem die Wahrheit einfach offensichtlich ist. Und dann werden wieder Fragen kommen, verächtliche Blicke folgen, und ich werde in einem Schleier aus nichts verschwinden.

Ich leide, und ich leide intensiv, zu gross ist meine tief-schmerzende Sensibilität. Manch einer wird denken, sei doch froh, so fühlst du intensiver, früher, länger. Aber manch einer wird dabei ausser Acht lassen, dass auch die negativen Gefühle eben diese Intensität haben, welche mich so quält.

Gedanken versunken in einem kalten nichts, die Wand mein Gesprächspartner. Gut ist er nicht, aber wenigstens widerspricht sie mir nicht. 😥

Wie bekommt man mich auf die Palme?

Veröffentlicht: 19. März 2011 in Inside myself., myLife.

Ich weiss nicht ob die Menschen, die mit mir zutun haben es nicht merken, oder nicht merken wollen, oder können. Wieso muss ich Wünsche immer so oft äussern bevor man mir mal zuhört, bzw. bevor man merkt ich meine etwas ernst? Wieso muss ich überhaupt Wünsche formulieren? Ich weiss wir sind nicht auf dem Ponyhof, aber eigentlich sind das Ganze auch keine Wünsche, sondern Aussagen, die zeigen sollen, so kann ich das nicht, so fühl ich mich auf Dauer immer schlechter. Andere würden vielleicht gleich verschwinden, und diese Intension habe ich schon so oft gehabt. Wozu ein Leben in dieser Qual leben? Qual ist es so und so, aber wenn ich weiss, ich kann einer dieser vielen Qualen auf irgend einem Wege entgehen, so trete ich den Rückzug an, und viel fehlt mit Sicherheit nicht mehr. Da hilft dann auch kein betteln und flehen mehr. Ich habe mich jetzt lange genug so behandeln lassen. Immer wieder bin ich voller Demut und mit gesenktem Kopf, ganz lieb und brav zurück. Aber ich will weder brav noch demütig sein, ich möchte selbst über mich und mein Leben bestimmen können.  Und das werde ich auch tun, wenn man einfach nicht merkt wenn es mal gut ist. Ich bin enttäuscht, endlos enttäuscht. Jedes bisschen gute Laune das ich jemals in mir trug ist verflogen. Ich bin einfach kein Mensch der in die Masse gehört, mein Mittelpunkt ist der Rand am Abgrund meiner Seele.

Ich fühl mich grad so schrecklich minderwertig, und kein Wort dieser Welt würde das gerade ändern können. Keins. Kein einziges Wort.